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Alle Felder der Anlage ELStAM erklärt — von der Lohnsteuer bis zur Kirchensteuer, damit du weißt, was dein Arbeitgeber einbehalten hat.
Die Lohnsteuerbescheinigung — offiziell heißt sie Anlage ELStAM — ist eines der wichtigsten Dokumente, das du von deinem Arbeitgeber erhältst. Doch was genau bedeuten all die Zeilen und Felder? Wir erklären dir jeden Punkt, damit du deine Steuererklärung sicher ausfüllen kannst.
Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, dir bis zum 28. Februar des folgenden Jahres eine Lohnsteuerbescheinigung auszustellen. Das ist kein optionales Dokument — es’s ein Muss. Die Bescheinigung dokumentiert, wie viel Bruttolohn du verdient hast und welche Steuern und Sozialabgaben einbehalten wurden.
Du brauchst dieses Dokument später für deine Einkommensteuerklärung. Ohne die korrekten Angaben aus der Lohnsteuerbescheinigung können Finanzamt und Steuersoftware nicht überprüfen, ob die Berechnung stimmt. Deshalb ist’s wichtig, dass du weißt, was darin steht.
Lfd. Nr. der Betriebsstätte: Die Betriebsstättennummer identifiziert deinen Arbeitgeber eindeutig beim Finanzamt. Diese Nummer findest du auch auf deiner Lohnabrechnung.
Lohnsteuer (Zeile 1): Das’s die Einkommensteuer, die dein Arbeitgeber direkt von deinem Gehalt abgezogen hat. Die Höhe hängt von deiner Steuerklasse, deinem Gehalt und deinen persönlichen Verhältnissen ab.
Solidaritätszuschlag (Zeile 2): Ein zusätzlicher Zuschlag von etwa 5,5 Prozent auf die Lohnsteuer. Du zahlst ihn, wenn deine Lohnsteuer über 20 Euro im Monat liegt. Seit 2021 gibt’s aber Freibeträge, die diesen Zuschlag senken.
Die Kirchensteuer wird nur fällig, wenn du Mitglied einer anerkannten Religionsgemeinschaft bist. In den meisten Bundesländern liegt der Satz bei 8 oder 9 Prozent der Einkommensteuer — das ist erheblich. Du siehst diesen Betrag in Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung. Wenn du nicht Kirchenmitglied bist oder ausgetreten bist, steht hier einfach eine Null.
Die Sozialversicherungsbeiträge — Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung — werden separat ausgewiesen. Du zahlst etwa 40 Prozent deines Bruttolohns als Sozialabgaben. Der Arbeitgeber trägt die andere Hälfte, die wird dir aber nicht gezeigt. Wichtig: Diese Beträge kannst du später nicht von der Steuer absetzen, weil sie schon automatisch vom Arbeitgeber abgezogen wurden.
Dieser Artikel ist rein informativ und ersetzt keine persönliche Steuerberatung. Jede Situation ist unterschiedlich, und deine individuellen Umstände können zu abweichenden Ergebnissen führen. Konsultiere im Zweifelsfall einen Steuerberater oder nutze die kostenlosen Services des Finanzamts.
Wenn du deine Steuererklärung machst — ob online über ELSTER oder mit Steuersoftware — brauchst du die Angaben aus der Lohnsteuerbescheinigung. Die meisten Programme können die Daten auslesen, wenn du die Bescheinigung hochlädst oder manuell eingibst. Das Finanzamt gleicht deine Angaben dann mit den Daten ab, die der Arbeitgeber bereits eingereicht hat.
Wichtig: Überprüfe die Daten genau. Stimmt der Name? Ist deine Identifikationsnummer korrekt? Wurden alle Einkünfte erfasst, wenn du mehrere Jobs hattest? Kleine Fehler können große Konsequenzen haben. Wenn du einen Fehler findest, musst du deinen Arbeitgeber kontaktieren — der kann eine korrigierte Bescheinigung ausstellen.
Die Lohnsteuerbescheinigung ist nicht kompliziert, wenn du weißt, was die einzelnen Felder bedeuten. Sie zeigt dir genau, wie viel Steuern und Sozialabgaben von deinem Gehalt abgezogen wurden. Mit diesem Wissen kannst du deine Steuererklärung selbstbewusst ausfüllen und sicherstellen, dass alles korrekt ist.
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